Handwerkerfreizeit 2025 - Rückblick

Handwerkerfreizeit „Alte Schmiede“ Rosenfeld 6. – 10. Oktober 2025

Wenn morgens um 9 Uhr alle zur Andacht um den Tisch sitzen, beginnt in Rosenfeld eine besondere Art von Arbeitstag: mit Gebet, einem kurzen Impuls und einer fröhlichen Begrüßungsrunde. So startete an jedem der fünf Tage unsere Handwerkerfreizeit in der „Alten Schmiede“ Rosenfeld – eine Woche voller Kreativität, kräftigem Zupacken, Gemeinschaft und Glaubensmomenten.

Anreise wie früher – mit Pferd und Wagen

 

Der Auftakt am 6. Oktober begann im Gemeindezentrum der Heilandskirche Beilrode. Nach Andacht, Einweisung und letzten Ab
sprachen fuhr gegen 10 Uhr Klaus Kretschmar mit Pferd und Wagen vor. Gemeinsam wurden Werkzeug und Material verladen, ein
paar letzte Besorgungen gemacht – und dann ging es gemächlich, aber gut gelaunt nach Rosenfeld. Dort wartete bereits der erste große
Arbeitsauftrag: Ein Gerüst aufbauen, alten Putz abschlagen und Mauern ausbessern.

Handwerk mit Herz, Schweiß und Kreativität

 

In den Werkstattzeiten wurde gesägt, gehämmert, geschraubt, gelötet und gestaltet. Unter Tobias Bräunigs Anleitung entstanden stabile Hocker aus Holz – mit viel Geduld, aber auch mit echtem Stolz der jungen Handwerker. Mit Knochenleim zu arbeiten war für viele ein ungewohntes, fast historisches Erlebnis.

 

Kreative Köpfe bauten Vogelhäuser oder probierten sich an eigenen Regalen. Andere mischten Mörtel, verputzten Wände
oder arbeiteten mit Maschinen – immer mit dem nötigen Respekt und unter fachkundiger Aufsicht. Am Ende der Woche endlich ein ersehnter weiterer Höhepunkt – das Schmiedefeuer wurde entfacht. Glühendes Eisen wurde geschmiedet, so lange es rot
leuchtete – ein Erlebnis, das Kraft, Ausdauer und Vorausdenken brauchte.

Gemeinschaft und Genuss

 

Bei all der Arbeit durfte natürlich das gute Essen nicht fehlen. Ob herzhaft oder süß – wir wurden bestens versorgt. Ein besonderes
Lob geht an Gudrun, deren Hackklößchen schon jetzt Legendenstatus haben. Sie hat uns Handwerker – laut und leise – ausgehalten, umsorgt und gestärkt.

Ein großes Dankeschön!

 

Herzlicher Dank an Gudrun für Fürsorge, Nervenstärke und köstliches Essen, Klaus Kretschmar und Reinhard Uhlig für ruhige Hände an
den Pferdezügeln, Dietmar Heinrich für spontane und tatkräftige Unterstützung, Tobias, Michael, Diddi und Matthias für Anleitung, Begleitung und handwerkliches Herzblut, und an alle, die uns mit Kuchen, Speisen und helfenden Händen begleitet haben.

Hoffnung fürs Handwerk

 

Es war eine eindrucksvolle Woche: voller Energie, Tatkraft und echter Begeisterung der Jungs. Wir haben erlebt, wie viel Talent in ihnen steckt – und wie viel Freude es macht, gemeinsam etwas Bleibendes zu schaffen.

 

Diese Freizeit macht Mut: Es gibt Hoffnung für das Handwerk. Ich freue mich auf das nächste gemeinsame Handwerkerfreizeit in der „Alten Schmiede“Rosenfeld!
Andreas Albrecht