Winterwildnistage 2026 - Rückblick

16. bis 20. Februar : „Exodus – der lange Weg in die Freiheit“

Fünf Tage Schnee, klirrende Kälte und jede Menge Abenteuer – das waren die Winterwildnistage der Pfadfinder in Beilrode. Vom 16. bis 20. Februar 2026 begaben wir uns gemeinsam auf einen besonderen Weg: „Der lange Weg zur Freiheit“.

Eingerahmt von der Geschichte Israels – dem Auszug aus Ägypten, dem Exodus und Gottes Zusage „Ich werde bei dir sein, ich werde da sein“ – erlebten wir selbst, was es heißt, unterwegs zu sein, Herausforderungen anzunehmen und als Gemeinschaft zu wachsen.

Biwaks bauen in der Kälte

 

Der Schnee knirschte unter den Schuhen, die Tage waren kalt, die Nächte noch kälter. Mit viel Kreativität und Teamgeist entstanden im Wald unsere Biwaks – Schutzräume aus Planen, Holz und allem, was die Natur hergab.

Hier zeigte sich schnell: Freiheit bedeutet nicht Bequemlichkeit. Freiheit bedeutet Durchhalten, Zusammenhalten, einander wärmen – im wahrsten Sinne des Wortes. Abends versammelten wir uns am Lagerfeuer. Funken stiegen in den dunklen Himmel, Geschichten wurden erzählt, gesungen, gelacht – und immer wieder erinnerten wir uns an Gottes Versprechen, das auch durch frostige Nächte trägt.

Das Rennen der Fluchtfahrzeuge

 

Was wäre ein Weg in die Freiheit ohne ein passendes Fluchtfahrzeug? Mit Materialien, die wir im Dorf bekommen oder geschenkt bekommen hatten, entstanden wahre Meisterwerke der Improvisation: eine getunte Badewanne, eine dreirädrige Schubkarre.

Mit viel Ehrgeiz, handwerklichem Geschick und einer ordentlichen Portion Humor wurden die Gefährte aufgemotzt – und schließlich trat man zur legendären Wettfahrt an. Das Rennen war rasant, kreativ und vor allem: lautstark bejubelt. Wer am Ende die Nase vorn hatte, war fast nebensächlich – denn gewonnen hatte vor allem der Teamgeist.

Kulinarischer Wettstreit & Detektive im Einsatz

 

Kochen mit dem, was man im Dorf geschenkt bekam – das war die nächste Herausforderung. Die Aufgabe: Wer kocht die beste Tomatensuppe? Der Wettstreit zwischen Tim, Richard oder Martin brachte mit Kreativität, Gewürzgefühl und unterschiedlich geheimen Zutaten drei völlig verschiedene Varianten hervor. Von rustikal-deftig bis überraschend raffiniert war alles dabei.

Die Jury kostete kritisch und am Ende war klar: Geschmäcker sind verschieden, aber gemeinsam schmeckt’s am besten.

 

Ein besonderes Highlight war zudem „Mister X“ in Beilrode. Mit detektivischem Spürsinn machten sich die Teams auf die Suche – bis schließlich klar war: Mister X wurde im Netto festgesetzt! Spannung, Taktik und Teamarbeit machten dieses Geländespiel zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Sport und Impulse in der Heilandskirche
 
In der Heilandskirche ging es sportlich weiter: Tischtennis, Tischkicker, Schrubberhockey – zwischen Altarraum und Gemeindesaal wurde gerannt, geschwitzt und gejubelt. Die Mischung aus Andacht, Bewegung und Gemeinschaft machte diese Tage so besonders.
 
Neben all der Action begleiteten uns Filme und Impulse rund um die Geschichte Israels: der Exodus, der Auszug aus Ägypten, der lange Weg durch die Wüste. Immer wieder stand die Frage im Raum: Was bedeutet Freiheit für uns heute? Und was heißt es, Gottes Zusage zu vertrauen: „Ich werde bei dir sein.“ Gerade in der Kälte des Winters bekam diese Verheißung eine ganz neue Tiefe.

Ein riesiges Dankeschön!

 

Diese Winterwildnistage wären nicht möglich gewesen ohne die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die mit Herzblut vorbereitet, begleitet, organisiert, gekocht, gefahren, getröstet und ermutigt haben. Ein besonderer Dank gilt André und seinen umsichtigen Pfadfindern aus dem Vogtland, die mit Erfahrung, Ruhe und echter Pfadfinderleidenschaft zum Gelingen beigetragen haben.

 

Der lange Weg zur Freiheit führte uns durch Schnee und Frost, durch Wettkämpfe und Andachten, durch Lachen und Herausforderungen. Was bleibt, sind warme Erinnerungen an kalte Tage und die Gewissheit: Wir sind gemeinsam unterwegs. Und Gott geht mit.